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Sommerlager 2010

Vom 31.7. – 13.8.2010 waren die Wieblinger Pfadfinder auf ihrem alljährlichen Sommerlager. Dieses Jahr verbrachten wir die 2 Wochen unter dem Motto „Steinzeit“ auf der Schwäbischen Alb – mitten im Nirgendwo, 10 km von Ellwangen entfernt auf dem Hüttenhof. Den Campingplatz teilten wir uns mit vielen sehr freundlichen Dauercampern, einer bunt gemischten Truppe, die zum alljährlichen „Rohkosttreffen“ angereist kamen und einer Jugendgruppe der SOS-Kinderdörfer.

Wir kamen bei tollstem Hochsommerwetter an und alle freuten sich über den kleinen Badesee, der direkt unterhalb unseres Zeltplatzes lag. Die Freude wurde jedoch bald gedämpft: Zuerst mussten die Autos ausgeladen und alle Zelte aufgebaut werden, was auf dem für uns ca. 40 Personen tendenziell zu kleinen Zeltplatz zu einem Puzzelspiel wurde. Beim Aufbau stellten wir fest, dass wir ein Zelt zuhause vergessen hatten – wie gut, dass „zuhause“ so nah war, dass wir es noch nachholen konnten.

Nach einem sehr sonnigen und heißen Wochenende wurde unserer Freude über den See aber auch durch das Wetter getrübt. Schon bald fing es zu regnen an. Natürlich gehört Regen und schlechtes Wetter zu jedem Sommerlager irgendwie dazu und so ahnte zunächst keiner, was auf uns zukommen würde.

Wir fingen den Unmut über den Regen mit unserem Programm ab, besichtigten die Charlottenhöhle in der Nähe von Giengen, die zu einer der längsten Schauhöhlen Deutschlands gehört. Alle hatten viel Spaß bei der humorvollen Führung und der anschließenden Besichtigung des kleinen Museums, dass zum Mitmachen und Anfassen einlud.
Auch das Urweltmuseum in Aalen war uns eine Reise wert – und wer kann schon sagen, mal einen versteinerten Mammutzahn in der Hand gehabt zu haben?!

Einen Tag mit besonders schlechtem Wetter verbrachten wir im Hallenbad, doch sauber blieb auf diesem Lager keiner lange: Die Mischung aus regelmäßigen, heftigen Regengüssen und den Füßen von 40 Wieblinger Pfadfindern tat dem Platz nicht gut! Schon bald wich das grüne Gras und kleine schlammige Stellen verwandelten sich im Nu in eine große Schlammdecke, die nicht nur den ganzen Platz, sondern bald auch alle Zelte, Schuhe und Hosen überzog. Wir konnten Holzpaletten organisieren und die wichtigsten Wege damit auslegen, so dass man wenigstens auf dem Weg zu den Schlafzelten nicht durch den inzwischen knöcheltiefen Schlamm waten musste.

 

Viel Glück hatten wir jedoch für die Höhepunkte unseres Lagers. In der zweiten Woche waren wir mit allen im Legoland und konnten uns bei strahlendem Sonnenschein wundern, was aus kleinen Plastiksteinchen alles gebaut werden kann.
Auch für das zweitägige Steinzeit-Lagerspiel war uns das Wetter wohl gesonnen. So lernten die Wölflinge, Jupfis und Pfadis Tierspuren lesen und Feuer entfachen, bastelten Steinzeitklamotten, Höhlengemälde und Speere mit echten Steinspitzen und mussten die erworbenen Fähigkeiten am nächsten Tag anwenden, um für den abschließenden Grillabend ein Mammut zu erledigen.

Getreu dem „Steinzeit“-Motto gingen wir am Ende des Lagers mit Hammer und Meißel bewaffnet in Bad Boll auf urzeitliches Gestein los, um ihm Fossilien und schöne Erinnerungsstücke zu entlocken. Zu unserer Überraschung bestand die Schwierigkeit jedoch nicht darin, eine Versteinerung aufzuspüren – davon gab es zu Hauff. Sie jedoch aus dem schwarzen Schiefer zu klopfen, ohne dass sie zerbröselten, war nicht ganz einfach. Am Ende konnte dann aber jeder ein paar schöne Funde aufweisen und vorsichtig nach Hause transportieren.

Ein paar interessierte Rover und Leiter fuhren am letzten Tag in die nahe gelegene Gemeinde Rosenberg. Dort besichtigten wir die Jakobuskirche auf dem Hohenberg (auch Teil des Jakobswegs) und die Pfarrkirche in Rosenberg, die beide von Pfarrer Sieger Köder künstlerisch ausgestaltet wurden. So konnten wir die farbenfrohen Fenster, einen Flügelaltar und viele kleine Details bewundern.

Den letzten Abend begangen wir mit einer stimmungsvollen Versprechensfeier im Schein vieler Fackeln, bei der ein Jupfi endlich sein Halstuch und die Pfadistufe vier neue Mitglieder bekam.

Die größte Aufgabe kam zum Schluss: Alle Zelte so abbauen, dass sie möglichst wenig Matsch abbekommen und alles so in die Autos einpassen, dass danach noch alle Pfadfinderinnen und Pfadfinder darin Platz finden.

Am Ende der Fahrt gab es ein großes Wiedersehen mit den Daheimgebliebenen und eine ganze Menge aufregender Geschichten zu erzählen von einem erlebnisreichen Sommerlager in der Ostalb.

Charlottenhöhle

          

Fossilien klopfen

    

Kulturausflug

       

Lagerleben

                       

Legoland

               

Nachtwanderung und -Hajk

         

Steinzeitspiel

               

Urweltmuseum

   

Versprechen

        

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