Zurück Zur Übersicht Weiter

Sommerlager 2008

Sommerlager Kiel, 26.7.08 – 8.8.08
Leiter: Gaby, Martina, Lola, Steffi, Jeanette, Emily, Chris, Felix, Benni, Lamy
Kinder: Cedric, Freddy, Janick R., Paul, Oskar, Lida, Cara, Max M., Paule, Lisa F., Lukas, Jonathan, Sebastian, Fabian, Jan, Robin, Max L., Alex, Daniel, Jannick, Julian, Andre, Florian, Phillip, Laura, Lucy, Marie, Lisa S., Lisa-Christin, Lisa E., Helena

Tapfere Kinder und Leiter machten sich eines frühen Morgens pünktlich um 5 Uhr auf den langen Weg nach Dänisch-Nienhof. Dänisch-Was? Ja, genau. Das dachten wir uns auch. Dänisch-Nienhof ist ein winziger aber sehr typischer kleiner Ostsee-Ort. 20 Minuten von der Landeshauptstadt Kiel entfernt bietet er reetgedeckte, einstöckige Backsteinhäuser, einen langen Strand und eine kleine Klippe, von der man – gut 700 Kilometer von Heidelberg entfernt – einen traumhaften Ausblick auf die Kieler Bucht hat. Dahin waren wir also unterwegs – fast 12 Stunden bei hohen Temperaturen und dem obligatorischen Ferienanfangsverkehr auf den Autobahnen.

Dort endlich angekommen begrüßten uns Jannick, Julian, Benni und Christoph, die vorgefahren waren, um schon ein paar Zelte aufzubauen (Danke an der Stelle noch mal!). Schnell stellten wir fest: Der Lagerplatz ist sehr hübsch gemacht, einer Wikingerburg nachempfunden. Zum Meer sind es nur ca. 15 Minuten und man läuft durch einen hübschen kleinen Wald, der hier so ganz anders ist als der Wald „zuhause“. Nach dem Aufbau der Schlafzelte und dem Abendessen fielen die meisten erschöpft in ihre Schlafsäcke… es war ein langer Tag!

Den nächsten Tag verbrachten wir erst einmal damit, uns zu akklimatisieren. Und wo kann man das wohl am Besten? Richtig, am Strand! Da kann man Liegen, Lesen, Schwimmen, Sandburgen bauen, eine Algenschlacht veranstalten… Das gefiel alles so gut, dass wir beschlossen, öfter an den Strand zu gehen. So lange das Wetter also hielt, wechselten sich Ausflug-Tage und Strandtage ab. Und das Wetter hielt zumindest die 1. Wochen.

Zwischendrin besichtigten wir: In Laboe kann man ein U-Boot aus dem 2. Weltkrieg begehen. Nur vorsicht, dass man sich den Kopf nicht anhaut! In der Landeshauptstadt Kiel gibt es nicht nur eine Shopping-Meile. Die Innenstadt liegt ebenfalls direkt am Meer und man kann die riesigen Fähren, Last- und Kreuzfahrtschiffe bewundern. Sehr beeindruckend! Außerdem besuchten wir das Wikingerdorf Haitabu, eine Art Freilichtmuseum. Den Hansa-Park… stellte ich mir zuerst als ein besseres „Tripsdrill“ vor. Er entpuppte sich dann aber als ziemlich großer und ziemlich spektakulärer Freizeitpark, der – in kleine Themenparks á la „Indianer“, „Wikinger“, „Unterwasser“ gegliedert – Hüpfburgen, Achterbahnen, Riesen-Kettenkarussells, eine Wildwasserbahn und sogar ein 4-D-Kino zu bieten hat. Im 4-D Kino waren wir als geschlossene Gruppe. Es wurde ein kurzer Tierzeichentrickfilm in 3-D gezeigt. Zusätzlich wurde man noch angepustet, durchgerüttelt oder mit Wasser benebelt, ganz so, als würde man von dem Eisbär angeniest oder wäre mit dem Affen vom Baum gefallen. Den Rest des Parks erkundeten wir in kleinen Gruppen, so dass jeder das sehen konnte, was er am Liebsten sehen wollte – zum Beispiel den größten Strandkorb der Welt.

Eckernförde war mein persönliches Lieblingsausflugsziel. So ein süßes, kleines, malerisches Städtchen. Es hat eine große Fußgängerzone historischen Zentrum, die von malerischen nordisch anmutenden Häuschen gesäumt wird. Läuft man vorbei an den Geschäften und der Bonbonkocherei so kommt man an den kleinen Hafen, in dem Yachten und kleinere Boote auf den Wellen tanzen. Außerdem hat Eckernförde einen typischen Ostseestrand mit Strandkörben und einem Schwimmbad.

Leider wurde in der 2. Woche, passend zum Wikinger-Lagerspiel, das Wetter schlecht. Es regnete, nachts fiel sogar ein Aufenthaltszelt dem Regen zum Opfer. Ab dem Wochenende sollte das Wetter… eher durchwachsen sein. Trotz Regen und Nebel sorgte ein besonderes Ereignis für einen runden Abschluss:

Die Jungs und Mädels der Pfadistufe wurden zu Rovern hochgestuft und haben sich daher entschlossen, gemeinsam und feierlich am Strand im Fackelschein das Pfadfinder-Versprechen abzulegen. Alle verließen wir in der Dämmerung den Platz und wanderten Richtung Strand. Dort stellten sich die Pfadis in einer Reihe vor dem Meer auf, während wir mit den Fackeln ihnen gegenüber einen Halbkreis bildeten. Nebel waberte über das Feld, durch den Wald und übers Meer, so dass man den Horizont nicht mehr ausmachen konnte. Es herrschte eine ganz besondere Stimmung. Nachdem alle ihr Versprechen abgelegt hatten ließen wir 5 Himmelskörper (eine Art Miniatur-Heißluftballon) startet und sahen ihnen auf ihrem langen Weg in den Himmel nach. Zurück am Platz gab es zur Feier des Abends für alle Marshmellows.

Der letzte Tag verbreitet meistens eine sehr wehmütige Stimmung: Zelte, die vierzehn Tage lang unser Zuhause waren, werden abgebaut. Zwei Wochen Jubel und Trubel hinterlassen nichts als ein paar viereckige helle Flecken und Trampelpfade auf dem Gras… Zum Abbau hatten wir wettermäßig Gott-sei-Dank Glück. Die Sonne schien, so dass wir trockene Zelte einpacken konnten und uns das mühsame Aufhängen im Turm erspart blieb. Der Plan war, das Material trocken zu verstauen und die letzte Nacht gemeinsam auf dem Burgwehr zu verbringen. Am nächsten Morgen sollte einer frühstmöglichen Abfahrt nichts im Wege stehen. Und kaum war das letzte Material Donnerstag Nachmittag im Bus verstaut, fing es richtig an zu Schütten! Es war nicht bloß ein heftiger Regen, sondern ein ausgewachsener Wolkenbruch. Wie froh waren wir alle, dass wir ein festes Dach über dem Kopf hatten!

Am Freitag Morgen ging es dann früh raus und schwupps waren wir schon auf der Autobahn Richtung Heimat. Verkehrstechnisch gesehen kamen wir um einiges besser durch als auf der Hinfahrt. Wettermäßig hatten wir mindestens genau so viel Pech: Immer wieder kamen wir in heftige Regengüsse, abgewechselt mit strahlendem Sonnenschein. Welch ein Chaos! Nach 14 Tagen und 700 Kilometer und 9 Stunden Rückfahrt waren wir wieder da, wo alles angefangen hat. In Wieblingen am Turm, wo alle herzlich begrüßt wurden. An alle die dabei waren: DANKE! Es hat wahnsinnig Spaß gemacht!

  

Ausflüge

                

Rover-Hajk

       

Hansapark

                   

Auf dem Zeltplatz

                     

Sonnenauf- und untergänge

          

Strand

                                    

Rover-Versprechen

                          

Zurück Zur Übersicht Weiter